Analoge Tools in einer digitalen Welt

Veröffentlicht am: 11. September 2020

Obwohl Online-Workshops wahrscheinlich nie Präsenzveranstaltungen ersetzen können, so sind sie in Zeiten wie diesen eine gute Ergänzung für die Trainingswelt, bei der analoge Tools auf keinen Fall fehlen sollten. Aber auch das will gelernt sein und da kommen Neuland Ambassador® Heather Martinez und Neuland Toolmaster® Sandra Dirks ins Spiel: Sie sind Expertinnen auf dem Gebiet und wissen genau, worauf es ankommt. 

 

 

Deshalb haben sich die beiden zusammengeschlossen, um bei der diesjährigen IFVP einen Pre-Conference-Workshop zum Thema analoge Tools in der digitalen Welt zu geben, der natürlich auch online stattfand. Als langjähriger Sponsor haben wir diesen Workshop ermöglicht und weil dieser so gut bei den TeilnehmerInnen ankam, möchten wir dir hier einen kleinen Einblick geben. Du hast den Online-Workshop verpasst? Kein Problem: Hier kannst du das Workshop-Video kaufen – es lohnt sich! 

 

Welches Format spricht mich an?

Am besten, du fragst dich erst einmal, wofür du deine analogen Tools überhaupt einsetzen möchtest. Möchtest du, dass deine TeilnehmerInnen dich sehen, während du etwas schreibst? Dann ist ein mittleres Format, wie das vom TableTop oder TopChart eine gute Lösung. Dazu kannst du dir dann ein paar InstaCards oder Estatics schnappen, um das Ganze ein bisschen interaktiver zu gestalten.

 

Der Estatics-Pfeil zeigt an, wo du dich gerade in der Agenda befindest. Die InstaCards kannst du auch gut als Kommunikationskarten nutzen.

 

Das heißt aber nicht, dass du nicht auch ein kleineres Format integrieren kannst. Bestimmt gibt es einige, die sich im 4-2-sketch oder im BulletProof wohler fühlen, weil sie öfter darin schreiben, als am FlipChart. Dann solltest du dich nicht in ein anderes Format zwängen, sondern einfach die Vorzüge dieser Tools für dich nutzen. Du könntest z. B. eine kleine Geschichte erzählen, indem du immer wieder eine Seite umblätterst. Und vielleicht stehst du ja auch noch ganz am Anfang und möchtest erst einmal die Dinge nutzen, die du bereits zu Hause hast. Dafür ist dieses Format natürlich ideal.

 

Arbeiten im kleinen Format: das myClipBoard A3 und das myWorkBoard

 

Für die Graphic Recorder unter euch ist natürlich das große Format am spannendsten. Aber auch das kann sehr gut für Online-Trainings genutzt werden, denn die GraphicWally® passt an so ziemlich jeden Tisch und bietet dennoch Platz für große Visualisierungen.

 

Graphic Recording zum Workshop von Neuland Ambassador® Elena Urizar

 

Elena in Aktion an der GraphicWally®

 

Welche Technik brauche ich?

Spätestens jetzt weißt du auch, warum du dir erst dein Format aussuchen solltest. Beim kleinen Format benötigst du nämlich eine extra Kamera, die am besten von oben auf dein Sketchbook oder Clipboard zeigt. Heather und Sandra empfehlen da eine Dokumentenkamera.

 

Alles andere lässt sich theoretisch einfach mit einer integrierten Laptop-Kamera filmen. Hier solltest du aber vorher prüfen, ob die Auflösung auch hoch genug ist, damit deine TeilnehmerInnen alles lesen können. Im Idealfall richtest du die Kamera so aus, dass sie parallel zu deinem analogen Tool steht.

 

Kamera-Ansicht parallel zum FlipChart-ProjektBuch

 

Außerdem ist es wichtig, vorher die Lichtverhältnisse zu verschiedenen Tageszeiten zu beobachten. Brauchst du vielleicht noch eine zusätzliche Lampe, oder sogar einen Vorhang? Kleiner Tipp an der Stelle: Eine Ringleuchte sieht zwar fancy aus, wird sich aber in deiner Brille spiegeln, falls du eine trägst.

 

Mut zu fetten Markern: der 30 mm FatOne und der No.One Outliner mit Keilspitze

 

Was gibt es noch zu beachten?

Vergiss nicht, dass deine TeilnehmerInnen nicht mit dir im Raum sind. Sie können also nicht näher ans FlipChart herantreten, wenn du zu klein geschrieben hast. Deshalb gilt hier: Trau dich und greif zu den fetten Markern! Schreibe lieber ein bisschen zu groß, als zu klein und versuche ruhig auch im kleinen Format mal ein bisschen mit dickeren Markern zu experimentieren, gerade wenn du dazu neigst, im Sketchbook etwas „schlampiger“ zu schreiben. Im Prinzip funktioniert zwar jede Markergröße, es kommt aber immer auf die Anwendung an.

 

Coole Effekte mit dem 50 mm FatOne und dem No.One Metallic

 

Fördere Interaktion!

Gerade, wenn deine TeilnehmerInnen geografisch weit von dir entfernt sind, ist es wichtig, eine Verbindung untereinander aufzubauen. Mit der Software Visualizer kannst du beispielsweise eine Art Vorstellungsrunde zum Kennenlernen inszenieren, indem du eine Frage stellst wie „Von wo seid ihr zugeschaltet?“. Wenn du dann noch eine kleine Landkarte vorbereitet hast, die du ans myClipBoard heftest, können deine TeilnehmerInnen mit Stempeln markieren, wo sie sich gerade befinden. Und schon bekommt dein Training einen viel persönlicheren Bezug.

 

 

Erzähle eine Geschichte!

Manchmal sind es die einfachsten Mittel, die den größten Effekt erzielen. Du hast wenig Platz und kaum Equipment? Dann bereite doch deine Workshop-Inhalte im 4-2-sketch vor, sodass du mit jeder Seite, die du umblätterst, deine Geschichte vervollständigst.

 

 

Abgesehen vom geringen Aufwand, hat diese Methode zwei Vorteile: Deine TeilnehmerInnen sehen deine Schritte und können sie so besser nachvollziehen. Außerdem bekommen sie das Gefühl, du würdest etwas ganz Besonderes mit ihnen teilen und ihnen einen Einblick in deine Arbeit geben.

 

Lass dich inspirieren!

Das wirkt jetzt zwar wie viele Infos auf einmal, verglichen mit dem Workshop war das aber nur die Spitze vom Eisberg. Aber keine Panik auf der Titanic, du musst jetzt nicht bis zum nächsten Workshop warten. Wenn du dir mehr Anregungen zum Ablauf, Aufgabenstellungen oder Tipps aus dem Nähkästchen holen magst, kannst du dir das Video auch einfach hier bestellen. Wir können nur so viel sagen:

Du wirst es nicht bereuen!